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Wir sind ab nun regelmäßig im CHEMIE REPORT mit einer ÖGMBT-Kolumne mit den neuesten Entwicklungen aus der österreichischen Life Science Szene vertreten. Wenn Sie einen interessanten Beitrag dazu leisten wollen, richten Sie Ihre Anfrage bitte an die Geschäftsstelle!

 

 

ÖGMBT präsentiert neuen Web-Auftritt Mit dem Relaunch ihrer Homepage erweitert die ÖGMBT, die mehr als 1.000 Forscher, Studierende und Unternehmen der Biowissenschaften vereinigt, das Service für ihre Mitglieder. „Mit ihrer neuen Website bietet die ÖGMBT eine gemeinsame Plattform für alle Akteure der Biowissenschaften.“   Die Österreichische Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT) hat einen neuen Web-Auftritt. Online-Angebote wie Weiterbildungsbörse, Jobbörse, Tauschbörse, Forum, ein eigener News-Bereich und ein Veranstaltungskalender sollen den Austausch innerhalb der Life-Sciences-Szene vereinfachen. Darüber hinaus können sich Mitglieder über eine Intranet-Lösung verstärkt vernetzen, austauschen und informieren.   Weiterbildungs- und Jobbörse   Wer an Weiterbildungsmöglichkeiten in Studium und Job interessiert ist, ist bei der Weiterbildungsbörse gut aufgehoben, wo man vom Tagesseminar bis zum mehrmonatigen Lehrgang eine breite Palette an Angeboten zu finden ist. Mitgliedsfirmen und Gruppenleiter wissenschaftlicher Institute aus dem gesamten Life-Science-Bereich haben die Möglichkeit, in der Jobbörse Stellenangebote zuschalten. Praktikumsplätze sind hier ebenso zu finden wie Arbeitsplätze zur Erstellung von Bachelor-, Master- und Dissertationsarbeiten. Tauschbörse, Forum, Veranstaltungskalender Gelegentlich fehlt im Labor das richtige Restriktionsenzym, man sucht nach einem Gerät zum Mitbenützen oder hat einen Kit übrig, der nicht mehr benötigt wird. All das kann man nun in der Tauschbörse der ÖGMBTWebsite tauschen. Im ÖGMBT-Forum wiederum erhalten Mitglieder…
lm Rahmen der ÖGMBT-Jahrestagung wurden die Forschungspreise der Gesellschaft vergeben. Die Sieger kommen in diesem Jahr vom CeMM und von der TU Wien. Alljährlich vergibt die Österreichische Gesellschaft fur Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie im Rahmen ihrer Jahrestagung zwei ÖGMBT Forschungspreise, von denen einer der Grundlagen-, einer der angewandten Forschung gewidmet ist. Zusammen mit den in vier Kategorien vergebenen Dissertationspreisen soll damit die breite Vielfalt der biowissenschaftlichen Forschungsrichtungen, denen in Österreich nachgegangen wird, einer breiteren Öffentlichkeit vor Augen geftihrt werden. Florian Grebien hat fur seine Arbeit in diesem Jahr den von der Firma THP Medical Products mit 3.000 Euro dotierten Grundlagenforschungspreis erringen können. Der Biologe hat am Center für Molecular Medicine der Österreichischen Akademie der Wissenschaften einen potenziellen neuen Ansatzpunkt ftir eine Therapie der Chronischen myeloischen Leukämie gefunden. Diese Erkrankung wird heute mit Tyrosin-Kinase-Inhibitoren wie Imatinib behandelt, der Erfolg wird aber nicht selten durch Resistenzen verhindert. Grebien konnte gemeinsam mit Oliver Hantschel und einer ganzen Reihe an Kooperationspartnern zeigen, dass auch die Verhinderung einer intramolekularen Wechselwirkung in der Kinase Bcr-Abl das Auftreten dieser Art von Leukämie in einem Mausmodell verhindern kann.  Für Grebien war das Zusammentreffen verschiedenardger Kompetenzen in dem Forschungsteam, das an der Arbeit beteiligt war, der entscheidende Erfolgsfaktor. Er hatte seine Dissertation an der Medizin-Universität Wien und am Institut ftir Molekulare Pathologie gemacht und dort Erfahrungen mit dem Arbeiten mit Mausmodellen, primärenn Zellen…
Eine relativ junge Disziplin im Reigen der Biowissenschaften ist die Metagenomik. Sie hat ihren Ursprung darin, dass man in Fällen, in denen die Kultivierungsmethoden für einzelne mikrobiologische Species an ihre Grenzen stoßen, nach Auswegen gesucht hat. Ein möglicher Ausweg besteht darin, die gesamte genetische Information eines Lebensraums (das sogenannte „Metagenom“) zu betrachten, das dann zum Ausgangspunkt weiterer Untersuchungen wird. Mithilfe phylogenetischer Marker (also von Sequenzen, mit denen sich die stammesgeschichtliche Verwandtschaft der Organismen nachzeichnen lässt), lassen sich aus diesem Gesamtpool an Information beispielsweise einzelne Mikroorganismen identifizieren, wie ÖGMBT- Vizepräsidentin Angela Sessitsch erklärt. Im Vordergrund stehen aber nicht nur taxonomische Fragen. „Viele Mikroorganismen, die wir in solchen Lebensgemeinschaften finden, kennen wir noch gar nicht“, so Sessitsch. Hier können Sequenzier-Methoden, die man für das Metagenom entwickelt hat, Auskunft über das vorhandene genetische Potenzial geben. Mithilfe von funktionellen Screenings lassen sich aber auch gezielt bestimmte enzymatische Funktionen herausfiltern und die zugehörigen Enzyme charakterisieren. Anwendungen gibt es sowohl in der Grundlagenwissenschaft als auch in der Industrie: So hat man beispielsweise über metagenomische Studien herausgefunden, dass unter jenen Mikroorganismen, die Ammoniak zu Nitrit oxidieren können, auch Archaeen (und nicht nur Bakterien) sind. Für die industrielle Anwendung werden mithilfe der Betrachtung metagenomischer Daten aus dem unüberschaubaren Arsenal von bakteriellen Stoffwechselvorgängen neue Enzmye und Sekundärmetaboliten entdeckt. Sessitsch’ Gruppe am Austrian Institute of Technology (AIT) in Tulln wendet das Methodenrepertoire der…
A ls das Universitätsgesetz 2002 forderte, Institute sollten sich zu größeren, „Departments“ genannten Einheiten zusammenschließen, rannte man bei den Biowissenschaftlern der neu geschaffenen Medizin-Universität Innsbruck offene Türen ein. Schon seit längerem arbeiteten Forschungsgruppen mit verwandter Interessenslage zusammen und erkannten in einem engeren organisatorischen Zusammenschluss zahlreiche Synergien. Aus diesem Grund gründete man das „Biozentrum“, zu dessen Direktor mit ÖGMBT-Vorstand Lukas Huber, Professor für Zellbiologie, ein Wissenschaftler gewählt wurde, der von seiner Tätigkeit am Wiener „Institut für Molekulare Pathologie“ (IMP) eine vergleichbare Organisationsform bereits kannte und schätzte. Zur Nutzung dieser Synergien empfahl es sich aber, auch räumlich noch näher aneinander zu rücken, wie Huber erzählt. Aus diesem Grund trieb man die Errichtung eines neuen Gebäudes mit entsprechender Infrastruktur voran. Im Frühjahr 2012 konnte nun das fertiggestellte „Centrum für Chemie und Biomedizin (CCB)“, das, direkt am Inn gelegen, nur zwei Minuten von den anderen Gebäuden der Universität entfernt liegt, bezogen werden. Am 21. Mai wurde der neue Campus offiziell eröffnet, am 1. Juni fand die wissenschaftliche Inaugurationsfeier statt, die mit Kurt Wüthrich und Thomas Steitz gleich zwei Nobelpreisträger nach Innsbruck brachte. Universitäts-übergreifende Kooperation Als großen Erfolg für den Wissenschaftsstandort Innsbruck sieht man dabei an, dass in dem neuen Gebäude auch Forschungsteams derUniversität Innsbruck angesiedelt sind, von der die Medizin-Uni einst abgespalten worden ist. Gemeinsam deckt man am CCB damit ein wissenschaftliches Spektrum ab,…