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Wir sind ab nun regelmäßig im CHEMIE REPORT mit einer ÖGMBT-Kolumne mit den neuesten Entwicklungen aus der österreichischen Life Science Szene vertreten. Wenn Sie einen interessanten Beitrag dazu leisten wollen, richten Sie Ihre Anfrage bitte an die Geschäftsstelle!

 

 

Die ÖGMBT vergab auch heuer wieder ihre begehrten Life Sciences Research Awards Austria und Life Sciences PhD Awards Austria. Von neuen Ansätzen zur Behandlung von Krebserkrankungen über den magnetosensorischen Schaltkreis bis zur Eindämmung von Krankenhauspilzen zeigte sich ein bemerkenswertes Spektrum wissenschaftlicher Arbeiten. Auch heuer vergab die Österreichische Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT) im Rahmen ihrer Jahrestagung wieder die begehrten Life Sciences Research Awards Austria. In der Kategorie „Grundlagenforschung“ siegte Utku Horzum vom Institut für Pathophysiologie der Medizinischen Universität Innsbruck mit einer Arbeit „Targeting Endoplasmic Reticulum Export Disrupts Metabolic Resilience in Multiple Myeloma“. Horzum und sein Team befassten sich dabei mit grundlegenden biologischen Aspekten des Multiplen Myeloms. Dabei handelt es sich um eine bösartige Krebserkrankung des Knochenmarks, bei der große Mengen von Immunglobulinen ausgeschieden werden. Die Forschungsgruppe Horzums identifizierte nunmehr Mechanismen, mittels derer in den betreffenden Zellen das biologische Gleichgewicht der Proteine (Proteostase) zusammenhängt. Darauf aufbauend gelang es den Wissenschaftlern, einen neuen und vielversprechenden Ansatz zur Behandlung des Multiplen Myeloms zu entwickeln. Er besteht darin, die Proteinsynthese spezifisch zu beeinflussen. Der Jury zufolge ist dies „ein wichtiger Schritt für die Entwicklung neuer Medikamente gegen diese derzeit unheilbare Krankheit“. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten Horzum und seine Mitarbeiter in dem Nature-Fachjournal „Signal Transduction…
Die Life Sciences Career Fair, die am 13. Mai an der Hochschule Campus Wien stattfand, bot eine gute Gelegenheit, sich persönlich zu vernetzen – auch wenn heuer nicht so viele Firmen um Talente warben, wie erhofft. Es war schon auffällig: Nutzten die Firmen in den vergangenen Jahren die Life Science Career Fair (LSCF), um geradezu um junge Talente mit biowissenschaftlichem Abschluss zu werben, so haben sie sich dieses Jahr rar gemacht. Lediglich Octapharma und Shimadzu hielten die Stellung und präsentierten sich und ihr Firmenprofil. Das heißt nicht, dass keine Aussteller da waren. Aber viele von ihnen kamen nicht aus der Privatwirtschaft: Die Uni Wien bewarb ihr Doktoratskolleg in Mikrobiologie und Umweltwissenschaften, die Universität für Weiterbildung Krems ihren MBA in Biotech, Pharma & Medtech Management. Fulbright Austria vermittelt Stipendien für die USA, Euraxess unterstützt Forscher, die eine Ortswechsel planen. In Forschungseinrichtungen wie der St. Anna Kinderkrebsforschung und am ISTA in Klosterneuburg gibt es, im Unterschied zur Industrie, freie Stellen. Das Kompetenzzentrum ACIB (Austrian Center for Industrial Biotechnology), seit Jahren Partner der LSCF, hatte ein Rezept für die jungen Biowissenschaftler parat: „Kommt mit Euren Ideen zu uns, wir können Euch helfen, Euren eigenen Job zu schaffen, ob in Industriekooperationen oder bei der Gründung eines Startups.“Denn…
Das Exzellenzcluster-Programm des Forschungsförderungsfonds beschäftigt sich mit einer breiten Palette von Themen. Zwei davon sind für die Österreichische Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie von besonderem Interesse. Mit dem Programm „Excellent=Austria“ will der Forschungsförderungsfonds (FWF) die heimische Grundlagenforschung vorantreiben. Grob gesprochen, besteht das Programm aus zwei Säulen: den „Emerging Fields“, mit denen der FWF „hochinnovative kooperative Forschungsvorhaben, die das Potenzial besitzen, in ihrem Feld einen Paradigmenwechsel auszulösen“, unterstützt und den auf zehn Jahre ausgelegten „Clusters of Excellence“. Nicht zuletzt sind zwei davon für die Österreichische Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT) von Interesse: „Circular Bioengineering“ und „Microbiomes Drive Planetary Health“. Der Cluster „Microbiomes Drive Planetary Health“ besteht seit Oktober 2023. Die Leitung obliegt der Universität Wien, wissenschaftlicher Leiter ist der Mikrobiologe Michael Wagner, der 2019 den Wittgenstein-Preis erhielt. Kodirektorin des Clusters ist die Mikrobiomforscherin Christine Moissl-Eichinger von der Medizinischen Universität Graz. Der Cluster ist in sieben größere Forschungsthemen gegliedert, unter denen 19 „Work Packages“ angesiedelt sind. Insgesamt sind darin 112 Personen aus 28 Ländern tätig, davon 53 Prozent Nachwuchswissenschaftler, sodass der Cluster auch eine wichtige Rolle bei der Ausbildung der nächsten Generation von Mikrobiomforschern spielt. Ferner wurde parallel zur Einrichtung des Clusters ein Masterstudiengang für „Microbiome Sciences“ an der Universität…
Die ÖGMBT­Jahrestagung findet heuer unter Einbindung der Schwesterorganisationen aus Kroatien, Slowenien und Tschechien statt. Das soll die internationale Sichtbarkeit der regionalen Expertise erhöhen. Vom 14. bis einschließlich 17. September findet im Biology Building Vienna die heurige Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT) statt. Und die Vorbereitungen sind in vollem Gang, berichten die ÖGMBT-Vorstandsmitglieder Felix Sternberg und Matthias Steiger, die für die Organisation der Veranstaltung zuständig sind. Sternberg fungiert als Präsident der Tagung, die diesmal unter dem Motto „Stronger together“ steht. Erstmals findet diese als Kombination aus einem „FEMS Regional Meeting“ der Federation of European microbiological Societies (14. bis 15. September) und einem „FEBS3+ Meeting“ der Federation of European Biochemical Societies (15. bis 17. September) statt. Eingebunden sind daher die Schwesterorganisationen der ÖGMBT aus Kroatien, Slowenien und Tschechien. Laut Steiger besteht das Ziel darin, „die internationale Sichtbarkeit der Jahrestagung zu erhöhen und mehr Communities zusammenzubringen. Wissenschaft macht ja nicht an den Staatsgrenzen halt. Wir wollen regional stärker zusammenarbeiten und das durch die internationale Ausrichtung des Treffens zum Ausdruck ringen“. Sternberg zufolge besteht der Vorteil von „FEBS3+ Meetings“ nicht zuletzt darin, dass die FEBS die Teilnahme junger Wissenschaftler finanziell unterstützt, etwa durch die zumindest teilweise Übernahme von Reisekosten. Unterstützung kommt…