Mobilisieren gegen Krankheitserreger
Tuesday, 01 July 2025 07:04Sich gegen die klimawandelbedingte Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu wappnen, ist dringend geboten. An einschlägigen internationalen Projekten sind Mitglieder der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT) wesentlich beteiligt.
Der kürzlich erschienene Zweite Österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel (AAR2) lässt keinen Zweifel: Mit den tendenziell zunehmenden Temperaturen, Starkregenfällen sowie sonstigen Extremwetterereignissen sind rhebliche Gefahren für die Gesundheit der Bevölkerung verbunden. Das betrifft sowohl die Belastung durch häufigere und intensivere Hitzewellen als auch die Ausbreitung bisher nur in (sub-)tropischen Regionen beheimateter ücken- sowie Zeckenarten, die schwere Erkrankungen übertragen können. Als Beispiele nennt der AAR2 Aedes- und Anopheles-Mücken, Zecken der Gattung Hyalomma marginatum, aber auch Sandfliegen. „Diese Spezies sind otenzielle Vektoren für tropische sowie subtropische Krankheiten, die von Chikungunya-, Dengue- und Gelbfieberviren, Krim-Kongo-Hämmorhagisches-Fieber-Viren (CCHFV) sowie Leishmanioseparasiten übertragen werden“, heißt es n dem Bericht. Diesen Befund bestätigt auch Martin Jung, der Leiter der Competence Unit Molecular Diagnostics am AIT Austrian Institute of Technology. Er verweist auf eine Studie, die 2022 in Nature Climate Change veröffentlicht wurde, der zufolge fast sechzig Prozent aller Infektionskrankheiten durch den Klimawandel beeinflusst werden. Jung zufolge breiten sich die von Zecken übertragenen Krankheiten FSME und Borreliose gerade auch in Österreich unehmend aus. „Und mit dem Reisegeschehen kann jederzeit ein neues Virus nach Österreich gelangen. Wenn sich bestimmte Erkrankungen in beliebten Urlaubsdestinationen wie Italien, Spanien und Griechenland einmal etabliert aben, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie nach Österreich gelangen. Es ist daher dringend geboten, sich zu wappnen und geeignete Überwachungssysteme aufzubauen.“
Diagnostik im mobilen Labor
Dazu tragen nicht zuletzt Jung selbst und seine Mitarbeiter am AIT bei. Unter Federführung des in Hamburg ansässigen Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin arbeiten sie gemeinsam mit weiteren Partnern, darunter der AGES, n dem Projekt „MOBILISE“ mit, das von der EU mit vier Millionen Euro gefördert wird. „Bei dem Projekt geht es darum, ein mobiles Labor zu entwickeln, das auf einem Lastwagen Platz findet“, erläutert Johannes Peham, der am AIT ür „Point-of-Care“-Diagnostik, also patientennahe Diagnostik sowie Diagnostik vor Ort, zuständig ist. Der geländegängige LKW ist etwa neun Meter lang und zehn Tonnen schwer und kann daher auch schwer zugängliche Gebiete, in enen der Ausbruch von Epidemien droht, gut erreichen. Im „ausgeklappten“ Zustand weist das Labor etwa 36 Quadratmeter Fläche auf. Laut Peham lassen sich darin menschliche Proben ebenso untersuchen wie tierische und mweltproben, was als „One-Health-Ansatz“ bezeichnet wird: „Das diagnostische Portfolio des Labors ist sehr breit. Es reicht von der Detektion von Viren über deren Identifizierung bis zu Schnelltests. Und die Entwicklung der chnelltests machen wir am AIT.“ Sie beziehen sich vorerst auf das West-Nil-Virus und das CCHFV, die innerhalb etwa einer halben Stunde detektiert werden können. Das Labor erfüllt die Anforderungen der Biologischen icherheitsstufe 3 (BSL-3). Es ist mit einem Unterdruck-Lüftungssystem ausgestattet, um zu vermeiden, dass Stoffe nach außen gelangen. Ferner verfügt es über eine Glovebox, in der die hochinfektiösen Proben geöffnet und earbeitet werden dürfen. „Im LKW werden die Proben dreifach verpackt angenommen“, berichtet Peham. Die verpackten Proben werden vor der Einbringung in das Labor mit Bleiche desinfiziert. So wird sichergestellt, dass die abormitarbeiter nie direkt mit infektiösem Material in Kontakt kommen. Mehrere Tests der Laborabläufe, unter anderem in Österreich und Deutschland, verliefen zufriedenstellend. Geplant ist nun ein weiterer Feldtest in Griechenland und in Tansania in Ostafrika. Erfolgen werden diese Tests ab Juli. Der Abschluss von „MOBILISE“ ist Peham zufolge für September 2025 vorgesehen. Der „Prototyp“ des mobilen Labors wurde bereits dem deutschen sowie dem österreichischen Gesundheitsministerium präsentiert und stieß von deren Seite auf erhebliches Interesse. Im Sinne der Gesundheitsvorsorge wäre es laut Jung empfehlenswert, mobile Labore durch die zuständigen Behörden zu beschaffen: „Die nächste Pandemie kommt sicher. Es fragt sich nur, wann, und welcher Erreger das sein wird.“
Antibiotikaresistenzen schneller detektieren
Ein weiteres Thema, mit dem sich das AIT im Zusammenhang mit der durch den Klimawandel bedingten Ausbreitung von Krankheiten befasst, sind Antibiotikaresistenzen. Warum dies von Bedeutung ist, erläutert der dafür zuständige Unit-Mitarbeiter Ivan Barisic: „Das COVID-19-Virus hat innerhalb der vergangenen vier Jahre weltweit rund sieben Millionen Todesopfer gefordert. An Antibiotikaresistenzen dagegen sind allein 2019 mehr als fünf Millio-nen Menschen verstorben, und diese Zahl steigt schnell.“ Im Zuge des Klimawandels breiten sich die Resistenzen, grob gesprochen, analog zu den tendenziell steigenden Durchschnittstemperaturen vom Südosten Europas in den Nordwesten aus. Barisic‘ Gruppe führt nicht zuletzt im Zuge von EU-Projekten diesbezügliche epidemiologische Studien durch und entwickelt Monitoringverfahren sowie diagnostische Tests. „Uns geht es darum, potenzielle Risiken schneller detektieren zu können“, erläutert Barisic. Notwendig seien bessere, günstigere, schnellere und mobilere Testsysteme: „Und dafür brauchen wir neue biotechnologische Ansätze.“
Interdisziplinär arbeiten
Um die durch den Klimawandel bedingte Ausbreitung von (Infektions-)Krankheiten einzudämmen, sind laut Jung „interdisziplinäre Ansätze“ unverzichtbar: „Es gilt, nicht nur die humanmedizinische Seite des Problems zu betrachten, sondern auch die veterinärmedizinische – Stichwort Zoonosen –, die Lebensmittelseite und die Umweltseite. Sich alles getrennt anzusehen, funktioniert nicht. Das hat sich bei der COVID-19-Pandemie gezeigt.“ Auf wissenschaftlicher Ebene fasse die Österreichische Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT) die nötigen Ansatzpunkte gut zusammen. Sie könne daher bei der Bewältigung einschlägiger Herausforderungen von nicht zu unterschätzendem Nutzen sein.
ait.ac.at/themen/molecular-diagnostics
mobilise-lab.eu
oegmbt.at
Kooperation gefragt
Tuesday, 17 June 2025 11:12Die Österreichische Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie ist bestrebt, die Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen esellschaften auszubauen. Erste Erfolge gibt es bereits, hierzulande ebenso wie international.
Wir beginnen, nun zu klären, welche Formen einer vertieften Zusammenarbeit mit welchen anderen wissenschaftlichen Gesellschaften möglich wären“, erichtet der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT), Michael Sauer. Bereits tattgefunden aben Gespräche mit der Österreichischen Chemischen Gesellschaft (GÖCH), mit der seit längerem Kontakte bestehen. Laut Sauer kommt das nicht von ngefähr: „Thematisch gibt es ja offensichtliche Überschneidungen. Dem großen Feld der Biochemie und der Biotechnologie kann man sich von der iologischen Seite, also von der ÖGMBT her nähern, aber eben auch von der chemischen Seite und damit von der GÖCH her. Deswegen haben beide Gesell-schaften Initiativen zu diesen Themen.“ Der Mindestanspruch an eine verstärkte Kooperation besteht laut Sauer darin, einander keine Konkurrenz zu achen nd die Termine wichtiger Veranstaltungen, etwa der Jahrestagung der ÖGMBT und der alle zwei Jahre stattfindenden Chemietage der GÖCH, wechselseitig bzustimmen. Geplant ist aber auch, gemeinsame Workshops abzuhalten und eine mögliche Working Group der beiden Gesellschaften einzurichten. Ein iesbezügliches „Joint Work Group Meeting“ fand im heurigen Frühjahr statt. Das bestätigt der Zweigstellenleiter Ost der ÖGBMT, Felix Sternberg, der ormals ie Organisation der ÖGMBT für Jungforscher (Young Life Scientists Austria, YLSA) leitete und dieser nach wie vor eng verbunden ist. Sternberg organisiert ie ÖGMBT-Jahrestagung 2026, die in Wien stattfinden wird. Er plant, der GÖCH im Zuge der Tagung einen eigenen Slot anzubieten. „Etliche Themen, mit enen sich die GÖCH befasst, sind ja auch für die Mitglieder der ÖGMBT interessant. Natürlich betrifft das die Biochemie, aber auch beispielsweise aterialwissenschaftliche Fragen“, erläutert Sternberg.
Personelle Überlappungen
Ähnlich argumentiert der Präsident der GÖCH, Peter Gärtner: „Die Zusammenarbeit zwischen der ÖGMBT und uns bietet sich allein deshalb an, weil es ersonell viele Überlappungen gibt. Ein Beispiel: In der GÖCH haben wir eine Arbeitsgruppe zur Biochemie, die Matthias Steiger vom Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und technische Biowissenschaften der Technischen Universität Wien leitet. Er ist auch in der ÖGMBT sehr aktiv.“ Neben terminlichen Abstimmungen wichtiger Veranstaltungen sieht Gärtner nicht zuletzt ein vordringliches Thema hinsichtlich der Zusammenarbeit: intensivere ontakte zur und Kooperationen mit der Industrie. Zwar fokussiert die ÖGMBT stärker auf die Biotechnologiesparte und die Life Sciences, während die GÖCH en gesamten Sektor der Chemischen Industrie abzudecken bestrebt ist: „Aber es gibt eben doch gewisse Überschneidungen und damit grundsätzlich öglichkeiten, zu kooperieren.“ Eine der bedeutendsten Formen für die Zusammenarbeit zwischen naturwissenschaftlichen Einrichtungen und der Wirtschaft n Österreich sind laut Gärtner die Christian-Doppler-Laboratorien, in die die TU Wien stark involviert ist: „Denkbar wäre, dass auch die wissenschaftlichen esellschaften die Kontakte zur Industrie fördern. Das würde der Wirtschaft die Möglichkeit geben, in einer etwas neutraleren Form an die Gesellschaft he-ranzutreten. Es macht einfach einen Unterschied, ob eine wissenschaftliche Vereinigung eine Behauptung aufstellt oder ob das ein Unternehmen tut.“ Laut ärtner gilt es, nun die Erfahrungen aus der Teilnahme der GÖCH an dem Joint Work Group Meeting zu evaluieren. „Freilich braucht es seine Zeit, gedeih-liche Formen der Kooperation zu entwickeln. Aber es sind alle Beteiligten sehr motiviert und mit großem Engagement tätig. Das ist ja auch vernünftig“, ons-tatiert Gärtner.
Aktiv und erfolgreich
Schon seit längerer Zeit ist die ÖGMBT im Verband Wissenschaftlicher Gesellschaften Österreichs (VWGÖ) engagiert, berichtet dessen Präsident Hannes tockinger: „Das ist erfreulicherweise eines unserer aktivsten Mitglieder. Und ich selbst bin ja Mitglied der ÖGMBT.“ Unter anderem beteiligten sich die GMBT nd die YLSA an einem Ideenwettbewerb des VWGÖ zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlern und erreichten mit ihrem Projekt „Netzwerken, eitmanagement, Wissenschaftskommunikation, Persönlichkeitsentwicklung, Projektmanagement für junge Wissenschaftler:innen“ den dritten Platz. Bei dem orhaben wird Bachelor- und Masterstudierenden im Rahmen der ÖGMBT-Jahrestagung kostenlos ein Workshop zur Vermittlung von Kompetenzen für eine rfolgreiche Berufslaufbahn angeboten. Einer weiter vertieften Kooperation stehe daher nichts im Wege, betont Stockinger: „Wir sehen uns als Einrichtung, ie die wissenschaftlichen Gesellschaften in Österreich bei ihren Aktivitäten und Anliegen unterstützt. So gab es gerade in Hinblick auf die finanzielle usstattung von Forschungsförderorganisationen wie dem FWF und die Umsetzung neuer vereinsrechtlicher Bestimmungen – etwa des 2023 in Kraft etretenen Virtuellen Vereinsgesetzes und des Gemeinnützigkeitsreformgesetzes von 2024 – schon bisher enge Kooperationen.“
Programm breit gefächert
Wednesday, 14 May 2025 08:32Unter dem Motto „From Molecules to Organisms – Interactions and Interventions“ steht heuer die Jahrestagung der ÖGMBT, die Ende September in Innsbruck stattfindet.
Vom 24. bis einschließlich 26. September findet in Innsbruck die 17. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT) statt. Und die Vorbereitungen sind bereits weit gediehen, berichtet Tagungspräsidentin Johanna Gostner. Die Assistenzprofessorin am Institut für Medizinische Biochemie der Medizinischen Universität Innsbruck (MedUni Innsbruck) leitet seit Jahresbeginn die Zweigstelle West der ÖGMBT: „Das Programm der Tagung ist online, die Speaker bei den Plenarveranstaltungen und den übrigen Sessions stehen größtenteils fest. Wir haben uns bemüht, ein breit gefächertes und doch pointiertes und spannendes Programm zusammenzustellen. Und ich bin zuversichtlich, dass das auch gelungen ist.“ Hilfreich bei der Organisation der Veranstaltung sind die Vorstandsmitglieder der Zweigstelle West, Ludger Hengst und Lukas A. Huber, und die Chairs, die geholfen haben, das wissenschaftliche Programm der einzelnen Sessions zu gestalten, und natürlich auch das Office der ÖGMBT um seine Leiterin Alexandra Khassidov: „Das Office ist bestens aufgestellt und unterstützt uns bei allen auftretenden Fragen. Im Bewusstsein dessen habe ich gerne zugesagt, die Tagung zu organisieren.“ Neu ist heuer die Zusammenarbeit mit der Austrian Society for Toxicology (ASTOX), als deren Schriftführerin Gostner fungiert. Das Jahresmeeting der ASTOX findet im Rahmen der ÖGMBT-Jahrestagung statt. Außerdem sponsert die ASTOX eine der Sessions. Überdies bietet die ÖGMBT erstmals eine Kinderbetreuungsmöglichkeit vor Ort an. Schon im vergangenen Jahr konnten sich Bachelor- und Master-Studierende bei der Jahrestagung kostenlos registrieren. „Das ist sehr gut angekommen und wird daher auch heuer beibehalten“, konstatiert Gostner.
Bandbreite abdecken
Das Motto der diesjährigen Tagung lautet übrigens „From Molecules to Organisms – Interactions and Interventions“. Gostner war es nach eigenem Bekunden wichtig, „ein Motto zu finden, das die Bandbreite der biowissenschaftlichen Disziplinen abdeckt und bei dem sich alle wiederfinden können“. Manche Forschende befassen sich vordringlich mit molekularen Aspekten, andere wiederum bearbeiten Fragen auf der organismischen Ebene, bis hin zu Populationen. Als Biochemikerin und Toxikologin beschäftigt sich Gostner selbst häufig mit dem Exposom, der Gesamtheit der Einflüsse, die auf Menschen wirken: „Allen bekannt ist natürlich das Mikrobiom. Aber es geht auch um die Ernährung, um Bewegung, um den Lebensstil, um Chemikalienexposition sowie um das psychosoziale Umfeld. Alle diese Faktoren haben Einfluss auf die Gesundheit der Menschen und deren Zusammenleben und spiegeln sich auf molekularer sowie organismischer Ebene wider.“ Dem soll das Motto gerecht werden. Ein weiteres wichtiges Thema der Tagung sind Interventionen bei Krankheiten, die ohne Verständnis der Vorgänge auf molekularer Ebene nicht erfolgen können. In diese Zusammenhänge gehört auch die Suche nach neuen Zielstrukturen für potenzielle Arzneimittel (Drug Targets) und nach neuen Wirkstoffen inklusive der Isolierung neuer Moleküle. Ebenso wichtig sind laut Gostner die „systembiologischen Ansätze“, um biologische Prozesse und auch die Wirkungsweise von Medikamenten verstehen zu können: „Dafür braucht es Wissenschaftler, die mit den Omics-Technologien vertraut sind ebenso wie Fachleute für Deep Learning und KI.“ Ferner reagieren Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und auch unter-schiedliche Organismen verschieden auf Wirkstoffe: „Es gibt eben sensible Bevölkerungsgruppen, etwa Kinder oder Personen in fortgeschrittenem Alter.“
Renommierte Referierende
Einmal mehr gelang es dem Organisationsteam der Jahrestagung – neben Gostner auch das Organisationskomitee und die Chairs der einzelnen Sessions –, eine Reihe renommierter Persönlichkeiten für Vorträge zu gewinnen. Plenarvorträge halten unter anderem die Pharmakologin und Toxikologin Veronika Sexl, zurzeit Rektorin der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (LFU), die Osloer Molekularbiologin Anne Simonsen und Georg Kustatscher, der sich im schottischen Edinburgh mit der Proteindynamik befasst. „Das ist eigentlich ein sehr spezielles Thema, das aber für viele Kolleginnen und Kollegen in der Anwendung interessant sein dürfte“, erläutert Gostner. Ein begrüßenswertes Charakteristikum der ÖGMBT-Jahrestagung sei ja, Personen aus unterschiedlichsten Disziplinen ins Gespräch zu bringen: „So ergeben sich immer wieder neue interessante Kooperationen.“
„Connecting Generations“
Wie stets legt die ÖGMBT auch heuer großen Wert auf die Einbindung ihrer Jungforscherinnen-Organisation ÖGMBT-YLSA (Young Life Scientists Austria) in die Jahrestagung. Auf Initiative der YLSA-Vorsitzenden Lydia Riepler findet in diesem Jahr ein durchaus ernst gemeintes Gewinnspiel mit der Bezeichnung „Connecting Generations“ statt: „Wir möchten die Interaktion zwischen den Studierenden und den etablierten Persönlichkeiten aus der Forschung anregen und erleichtern.“ Das Spiel ist Riepler zufolge den nicht zuletzt in den USA beliebten „Baseball Cards“-Spielen nachempfunden. Geht es dort darum, die Sticker möglichst vieler sowie angesehener „Batter“, „Pitcher“ und „Catcher“ zu ergattern, steht bei „Connecting Generations“ das Sammeln von Kennkärtchen der anwesenden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen im Mittelpunkt. Auf diesen sind laut Riepler der Name und die Funktion der jeweiligen Person vermerkt, weiters deren Lieblings-Modellorganismus und ihre bevorzugte Tätigkeit im Labor: „So ergeben sich Anknüpfungspunkte für Gespräche. Studierende, die im Lauf der Tagung eine Mindestanzahl an Kärtchen sammeln, bekommen attraktive Preise.“
Traditionelle Verleihung
Bereits Tradition hat die Verleihung der Life Sciences Awards Austria, die auch diesmal wieder am ersten Abend der ÖGMBT-Jahrestagung stattfindet. Wie stets hat das Wirtschaftsministerium – neuerdings als „Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus“ (BMWET) bezeichnet – seine Unterstützung zugesagt. Bewerbungen um die begehrten Preise sind noch bis einschließlich 4. Juni möglich.
www.oegmbt.at/events/annual-meeting
www.oegmbt.at/awards
Published in Chemiereport 02/2025
ÖGMBT-YLSA – die Nachwuchsabteilung der ÖGMBT
Wednesday, 12 March 2025 13:23Die Young Life Scientists Austria (ÖGMBT-YLSA) ist eine Gruppe von freiwilligen jungen WissenschaftlerInnen der Life- Sciences-Branche. Ihr Ziel besteht darin, den wissenschaftlichen Nachwuchs durch verschiedene soziale und berufliche Events miteinander zu vernetzen und bestmöglich auf die eigene Karriere vorzubereiten. Unterstützt wird YLSA dabei von ihrer Trägerorganisation ÖGMBT.
Gerade in der Wissenschaft ist der Austausch von Ideen und Erkenntnissen wichtig, um weiteres Wissen zu generieren und entsprechende Fortschritte zu erzielen. Um die bestmöglichen Rahmenbedingungen für einen solchen Dialog zu schaffen, entstanden Organisationen wie die österreichische Gesellschaft für molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT). Derzeit hat die ÖGMBT mit ihrem Präsidenten Michael Sauer (siehe Interview Seite 42) und Geschäftsführerin Alexandra Khassidov rund 1.200 persönliche sowie 90 insti-tutionelle Mitglieder. Bei der Jahrestagung treffen Vertreter aller Fachgebiete zusammen und stellen ihre neuen Forschungsergebnisse vor. Ferner erhalten sie Input und Anregungen in Diskussionsrunden. Für den dauerhaften Bestand von Organisationen wie der ÖGMBT und die kontinuierliche Bereicherung der Wissenschaft ist die Förderung des Nachwuchses von größ-ter Bedeutung. Diesen Zwecken dient die Sektion Young Life Scientists Austria, kurz ÖGMBT-YLSA.
Unterstützt vom ÖGMBT-Office ist sie speziell darauf ausgerichtet, den Nachwuchs zu fördern. Dies erfolgt nicht zuletzt durch Veranstaltungen, die die ÖGMBT-YLSA selbst organisiert. Vor allem PhD-Studenten, aber auch Bachelor- und Masterstudenten erhalten durch diese Events Einblicke in die Vielfalt an Karrieremöglichkeiten nach dem Abschluss ihres Studiums. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, sich mit ihren Kommilitonen zu vernetzen und sich bei „Social Activities“ zu entspannen.
Zur Vortragsreihe „Career Path“ lädt die ÖGMBT-YLSA regelmäßig Fachleute ein, ihren Werdegang vorzustellen. In der anschließenden Q&A-Session stehen die Experten Rede und Antwort zu Jobeinstieg, Berufsalltag, aber auch zu Stressmanagement und Familienplanung in der Wissenschaft. Auf diese Weise erfahren die jungen WissenschaftlerInnen aus erster Hand, wie Berufslaufbahnen aussehen können, welche Stolpersteine sich unter Umständen ergeben und wie sich mit diesen umgehen lässt. Außerdem gestaltet ÖGMBT-YLSA die jährliche Life Sciences Career Fair (LCSF) der ÖGMBT mit, die größte branchenspezifische Karrieremesse. Unter dem Slogan „Connecting Life Scientists With The Austrian Job Market“ ist bei dieser Veranstaltung alles darauf ausgerichtet, gemeinsam mit Experten die eigene Karriereplanung zu verbessern und Input bezüglich möglicher Berufsfelder in Start-ups, etablierten Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen zu erhalten. Heuer findet die LSCF am 27. Mai am FH Campus in Wien statt. Ein weiterer Pluspunkt: Die Registrierung für Teilnehmende ist kostenlos.
Die „Kinderabteilung“ der ÖGMBT, wie ÖGMBT-YLSA sich liebevoll selbst nennt, wurde 2016 von Jonas Ramoni ins Leben gerufen. Heute agieren 16 Freiwillige über ganz Österreich verteilt, sowohl gemeinsam als auch in den einzelnen Branchen West, South, East & North. Die Koordination der Branchen untereinander, den sogenannten ÖGMBT-YLSA-Lead, übernahm mit Beginn des heurigen Jahres Lydia Riepler, PhD, aus Innsbruck, die in ihrem vorherigen Amt lange Zeit auch die Branche West führte. Riepler leitet nun die landesweiten monatlichen Meetings aller Subgruppen, ist Ansprechpartnerin für alle Mitglieder und koordiniert die Eventorganisationen.
Mit der Übernahme des Leads folgte Riepler Felix Sternberg, der mittlerweile am Department für Ernährungswissenschaften in Wien tätig ist. Sternberg engagiert sich weiter für die Anliegen der ÖGMBT-YLSA und der ÖGMBT, deren Zweigstelle Ost er neuerdings leitet. Als Mitglieder des ÖGMBT-Vorstands fungieren Riepler und Sternberg gemeinsam als Bindeglieder zwischen der ÖGMBT-YLSA und der ÖGMBT. Zu den Aufgaben Rieplers und Sternbergs gehört es auch, die ÖGMBT-Jahrestagung mitzugestalten. Heuer findet diese vom 24. bis einschließlich 26. September in Innsbruck statt. Die ÖGMBT-YLSA ist mit einem eigenen Stand vertreten, konzipiert eine eigene Session und ein neues Format für besseren Austausch zwischen dem Nachwuchs und den Gruppenleitern.
Wer ÖGMBT-YLSA-Volunteer werden will, ist herzlich eingeladen, sich die Website anzusehen und sich bei uns über This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. zu melden. Wir freuen uns immer über neue Gesichter!
„Die Wissenschaft ist eine der Grundlagen unseres Wohlstands“
Wednesday, 12 March 2025 13:04Michael Sauer, der neue Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT), über die Schwerpunkte seiner Tätigkeit und die Bedeutung wissenschaftlicher Forschung für die Gesellschaft
CR: Sie sind seit Jahresbeginn neuer Präsident der ÖGMBT. Was sind die wichtigsten Schwerpunkte Ihrer Tätigkeit?
Zwei Punkte sind mir besonders wichtig. Erstens: Die Herausforderungen, die sich uns stellen, verlangen nach Kooperation und Gemeinschaft. Die ÖGMBT ist im Bereich der Biowissenschaften und der Life Sciences ein wesentlicher Akteur. Aber es gibt eine Reihe weiterer wissenschaftlicher Gesellschaften. Da möchte ich für mehr Zusammenarbeit eintreten. Wissenschaftsskepsis beispielsweise ist ein Thema, dem sich alle Einrichtungen stellen müssen. Es wäre günstig, sich besser zu koordinieren. Auch thematisch gibt es Überlagerungen. Der Biochemie etwa kann man sich von der Biologie her nähern, also von der Seite der ÖGMBT, aber auch von der Chemie her, also von der Seite der Österreichischen Chemischen Gesellschaft (GÖCH). Auch diesbezüglich möchte ich gerne stärker zusammenarbeiten und schauen, wo wir gemeinsame Interessen haben. Grundsätzlich ist es mir ein Anliegen, Gräben zu überbrücken. Ich bin ja aus dem Universitätsbereich in die Industrie gewechselt. Im Bereich Biowissenschaften und Life Sciences braucht man die Academia ebenso wie die Start-ups und die große Industrie.
CR: Sie sprachen von einem zweiten Schwerpunkt …
Das ist der Nachwuchs. Die Gesellschaft ändert sich. Um uns als ÖGMBT richtig aufzustellen, brauchen wir junge Leute. Da geht es nicht nur um die Nachwuchsförderung, sondern auch darum, junge Vertreterinnen und Vertreter der Biowissenschaften in die Entscheidungsstrukturen der ÖGMBT besser einzubinden. Das bedeutet beispielsweise, Personen in den Vorstand zu kooptieren. Mein Nachfolger als Zweigstellenleiter Ost, Felix Sternberg, war bisher Leiter der ÖGMBT-YLSA.
CR: Möchten Sie die ÖGMBTYLSA generell aufwerten?
Ja. Wissenschaftliche Gesellschaften stehen oft vor folgendem Problem: Wir „Alten“ haben meistens fixe berufliche Positionen. Und wenn wir uns in Vertretungsorganen engagieren, können wir das lange Zeit machen. Bei jungen Leuten ist das anders, etwa, wenn sie eine PhD-Stelle haben. Wenn ihr Vertrag nach einigen Jahren ausläuft, wechseln sie die Stelle und damit häufig den Arbeitsort, und damit verliert man sie wieder. Wir müssen daher eine Struktur schaffen, damit dann keine große Leere entsteht. Wir brauchen Kontinuität.
CR: Wie wollen Sie diese erreichen?
Zunächst einmal plane ich, meinen Kontakt zu den ÖGMBT-YLSA-Vertreter:innen in den verschiedenen Zweigstellen zu intensivieren. Diese sind gut vernetzt. Es gibt ein monatliches Treffen, das auch online stattfinden kann. Da möchte ich zumindest gelegentlich gerne teilnehmen, um zu erfahren, wie das Präsidium den Nachwuchs unterstützen kann, und deren Anliegen im Vorstand einbringen.
CR: Bedeutet das auch, die Strukturen der ÖGMBT zu verändern?
Nein. Wir sind sehr gut aufgestellt. Das Office um Alexandra Khassidov ist die „Seele“ der ÖGMBT. Es hält das Schiff in Betrieb, der Vorstand und das Präsidium legen den Kurs fest.
CR: Was sind die wichtigsten Anliegen der ÖGMBT an die Forschungspolitik?
Ich kann nicht aus dem Ärmel heraus für die ÖGMBT sprechen, sondern nur für mich. Aber klar ist: Die Wissenschaft ist eine der Grundlagen unserer Gesellschaft, unseres Fortschritts und unseres Wohlstands. Deswegen ist für uns ein wissenschaftsfreundliches gesellschaftliches Klima sehr wichtig, und zwar auf allen Ebenen. Natürlich geht es um Forschungsförderung, aber ebenso um die Ausbildung. Verbesserungswürdig ist in Österreich die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an die Wissenschaft und die Vermittlung des Werts von Wissenschaft. Auch bei der Förderung für die Startups ließe sich einiges tun.
CR: Die Förderung der Grundlagenforschung war Ihren Vorgänger:innen stets ein großes Anliegen.
Die Grundlagenforschung ist essenziell. Einerseits bringt sie uns in der Erkenntnis weiter, andererseits ist sie eben die Grundlage für die angewandte Forschung. Wer angewandte Forschung betreiben will, kommt um solide wissenschaftliche Grundlagen nicht herum. Der Punkt hier ist: Wer finanziert was? Um die angewandte Forschung sollten sich verstärkt die Unternehmen kümmern, idealerweise in public private partnerships, weil sie davon profitieren. Die Grundlagenforschung dagegen ist eine gesellschaftliche und damit staatliche Aufgabe. Und da gibt es sicher Verbesserungsbedarf.
CR: Ist der Politik die Bedeutung der Grundlagenforschung zu wenig klar?
Die Förderung der Grundlagenforschung ist ein Bereich, in dem manche Politiker Einsparungen für leicht möglich halten. Was sie dabei übersehen, ist: Wer hier spart, trocknet auf längere Sicht die angewandte Forschung aus, weil Erkenntnisse fehlen, die sich anwenden ließen.
CR: Wie lässt sich der Nutzen der Grundlagenforschung besser vermitteln?
Das ist nicht zuletzt eine Aufgabe der Forschenden selbst. Wir sind der Gesellschaft schuldig, ihr zu erklären, was wir tun und welchen Wert das hat. Da kann die ÖGMBT als eine Art Anlaufstelle eine Rolle spielen. Wenn sich jemand aus der Politik für eine bestimmte Thematik interessiert, könnte er sich an uns wenden, und wir würden dann eine Ansprechperson vermitteln.
CR: Sie sagten vor einiger Zeit, bis zum Proof of Concept einer Technologie bekomme die Forschung Geld für ihre Arbeit. Kurz vor der Marktreife der betreffenden Technologie wiederum seien industrielle Unternehmen bereit, sich finanziell zu beteiligen. Aber dazwischen klaffe das berühmte „Valley of Death“. Hat sich daran etwas geändert?
Leider zu wenig. Es gibt einzelne Initiativen und Förderschienen. Aber grundsätzlich ist das immer noch ein großes Problem. Pilotanlagen sind vergleichsweise teuer, bringen aber keinen unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen. Deswegen schreckt die Industrie davor zurück, sie zu finanzieren. Daher müsste auf politischer Ebene angesetzt werden. Auf EU-Ebene beispielsweise gibt es „Joint Undertakings“, Unternehmen, an denen sich die öffentliche Hand beteiligt. So etwas könnte auch in Österreich sinnvoll sein. Zurzeit ist unsere Wirtschaftsweise im Wesentlichen erdölbasiert. Wenn wir den Green Deal der EU ernst nehmen und bis 2050 klimaneutral werden wollen, dann kann ich mir das technisch vorstellen. Wirtschaftlich ist es schwieriger, denn man braucht immense Investitionen. Viele Infrastrukturen werden künftig nicht mehr benötigt, dafür aber andere. Und diese neuen Infrastrukturen können jetzt – so lange es vergleichsweise billiges Erdöl gibt – noch keinen Gewinn bringen, später aber durchaus. Das heißt aber auch, entsprechende Investitionen sind unattraktiv. Es ist immer wieder von „Brückentechnologien“ die Rede. Aber die „Brücken“ führen derzeit nirgendwo hin. Die Industrie sagt verständlicherweise: Warum soll ich in etwas investieren, das mir innerhalb der kommenden fünf Jahre kein Geld bringt? Wenn dann aber der Punkt kommt, an dem wir kein Erdöl mehr einsetzen wollen, werden wir die Investitionen nicht oder zu spät getätigt haben. Und das ist etwas, wo ich Handlungsbedarf sehe. Das ist eine gesellschaftliche Frage, wo wir uns überlegen müssen, wie wir damit umgehen.
CR: Die Politik muss sparen, Stichwort Defizitverfahren der EU: Befürchten Sie Kürzungen bei der Forschungsförderung?
Ich hoffe, dass man davon abgehen wird. Bei der Forschung zu sparen, wäre das Falscheste, was man tun könnte. Wir brauchen gerade jetzt mehr denn je Forschung, um etwas ändern zu können. Wir stehen vor größten Herausforderungen, sei es im medizinischen Bereich, sei es hinsichtlich der Alterung der Gesellschaft, sei es, was den Klimawandel anlangt. Das müssen wir adressieren. Und dazu brauchen wir Forschung, und zwar dauerhaft. Es hat keinen Sinn, jetzt die Stopptaste zu drücken.
CR: Befassen Sie sich mit solchen Fragen auch in Ihrer Tätigkeit bei der OMV, deren Abteilung Biotechnologie Sie leiten?
Ja. Im Grunde genommen mache ich dort dasselbe wie vorher auf der Universität für Bodenkultur. Mein Arbeitsfeld ist die industrielle Mikrobiologie, die Herstellung von nachhaltigen Rohstoffen und Chemikalien mithilfe von Mikroorganismen. Und die OMV hat eine sehr ambitionierte Strategie. Sie will bis 2050 klimaneutral werden und hat dazu unter anderem das Department für Biotechnologie gegründet, das ich seit Mitte 2023 leite. Es geht mir insbesondere um Umsetzung. Ich würde gerne etwas bauen, womit etwas produ-ziert wird. Die OMV hat eine Strategie, die das ermöglicht.
CR: Wie sieht es mit der internationalen Vernetzung aus, Stichwort EUEbene, wo wir seit einiger Zeit eine neue Kommission haben?
Die ÖGMBT vernetzt sich international. Wir sind Mitglied in der Federation of European Biochemical Societies (FEBS). Ich selbst bin seit Jänner im Board of Directors der Federation of European Microbiological Societies (FEMS), bei der es um die Vernetzung im Bereich der mikrobiologischen Forschung geht. Viele Ansätze und Initiativen in anderen europäischen Ländern sind sehr erfolgreich. Organisationen wie FEMS können als Drehscheiben und Multiplikatoren wirken. Wir brauchen Projekte wie den Green Industrial Deal. Diesbezüglich gibt es durchaus Kräfte, die uns unterstützen. Natürlich wird die EU in unterschiedliche Richtungen gezogen. Organisationen wie FEBS und FEMS können in die richtige Richtung wirken.
CR: Wie soll die ÖGMBT am Ende Ihrer Präsidentschaft aussehen?
Sie soll jung, dynamisch und gut vernetzt in der österreichischen Forschungslandschaft sein. Das würde ich mir wünschen.
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Kooperation des VWGÖ mit „Österreich forscht“
Der VWGÖ setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, wissenschaftliche Erkenntnisse über Fachgrenzen hinaus einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und verständlich zu machen. Im Sinne dieser Zielsetzung hat der Vorstand einer Kooperation mit „Österreich forscht“, der österreichischen Citizen-Science-Plattform, zugestimmt. Durch diese Zusammenarbeit möchten wir die aktive Beteiligung von Bürger:innen an wissenschaftlichen Projekten weiter stärken und neue Möglichkeiten für Wissenschaftskommunikation eröffnen. Österreich forscht (www.citizen-science.at) ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt für Citizen Science in…31.03.2026,
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GÖCH - Call to action for Abstract Submission & Entry for awards
Das Jahr 2026 wird für die GÖCH (Gesellschaft Österreichischer Chemiker) sehr intensiv, es stehen einige sehr interessante Events auf dem Programm. Abstracts Submissions sind noch offen für: 21.-23. September 2026 Chemietage, Krems Teilnahme für GÖCH Mitglieder vergünstigt, Early Bird Tarife bis 31.5.2026, Abstract Submission auf www.chemietage.at unter „My Account“ möglich, Deadline 30.4.2026 Thematisch gibt es keine Einschränkungen, wir werden aber Themencluster berücksichtigen Alle Infos: https://chemietage.at/ Die Einreichung für den…31.03.2026,
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LISA Vienna - 4th Austrian Life Science Day
Austrian Life Science Day 2026 Register now to join this year’s conference focusing on clinical evidence to support the development of drugs and medical devices. Learn more about clinical trials, clinical investigations and evaluations, and expertise in Austria. Join in to gain insights from peers, and discuss new developments and funding opportunities. To facilitate effective networking and help you connect with the right…30.03.2026,
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NL Openscience: Macht mit und seid dabei!
Liebe ÖGMBT Mitglieder, Wir starten mit vielen Möglichkeiten zum Mitmachen in den Herbst! Doch Vorweg ein Grund zum Feiern: Open Science ist neben Facebook ab jetzt auch auf Instagram und LinkedIn aktiv. Folgt uns! Am Freitag, 28. September, sind wir mit einer Mitmachstation zu Allergien bei der European Researchers' Night in Graz dabei. Diskutiert mit: Wir suchen nach Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren, die Kochrezepte auf Social Media…22.09.2025,by Nachbaur
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September - Your FEBS Network highlights
Hello ÖGMBT member, Here's a list of the great content selected as a highlight in the past 2 weeks. Announcing the winner of FEBS Letters' 2025 Writing Contest: Celebrating Women in Science Congratulations to Rayane da Cruz Albino, for her winning essay "Black Pitch Illuminated: The legacy of Professor Jean H. Langenheim"! Read more FEBS Letters MASLD: from novel liver model systems to organelle pathophysiology The FEBS Advanced Lecture…12.09.2025,by Nachbaur
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Your June Update: FEMS MICRO 2025 & Latest Research
Dear ÖGMBT member, Welcome to the June edition of our newsletter. As the summer heats up, so does the excitement here at FEMS, particularly as we are less than three weeks away from the highly anticipated FEMS MICRO 2025: Congress & Exhibition in Milan, happening from 14-17 July. We have worked tirelessly to ensure everything is ready for this not-to-be-missed event. The interactive programme is now live, offering a detailed look at…26.06.2025,by Nachbaur
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Open Science -News 05/2024
Am 24.5.2024 findet wieder die Lange Nacht der Forschung statt! Open Science ist dieses Mal mit Mitmachstationen zum Thema Allergien und zur Genschere CRISPR an zwei Standorten mit dabei. Bei unseren Projekten hat sich in letzter Zeit viel getan, wie etwa bei "Indikina": Unser interaktives Kinderbuch zum Thema Allergien bekommt aktuell noch den letzten Feinschliff und wird im Juni am Kinderliteraturfestival in Wien präsentiert! Im Projekt "BaMiKo" wird fleißig gekocht, und…15.05.2024,by Khassidov
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Open Science - News
Passend zur Zeitumstellung vom Wochenende gibt es bei uns ein neues Quiz zum Thema Chronobiologie. Dieser Forschungszweig beschäftigt sich damit, wie die innere Uhr des Menschen funktioniert und wie äußere Einflüsse auf sie wirken. Was wissen Sie darüber? Testen Sie Ihr Wissen! Unser Wissensartikel zur Chronobiologie kann Ihnen beim Beantworten der elf Fragen behilflich sein. Mit dem UniStem Day ist am 22. März eine Veranstaltung für Schüler:innen zum Thema Stammzellen erfolgreich…05.04.2024,by Putz
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Open Science - News
Im Februar hat unser neues Projekt BAMIKO gestartet, bei dem sich alles um die Mikroorganismen im Darm dreht. Demnächst sollen Kochvideos zum Thema ballaststoffreiche Ernährung und (Darm)gesundheit für Jugendliche und junge Erwachsene entstehen, wir halten Sie am Laufenden! Im Projekt „Genetik: Betrifft mich (nicht)?" fand eine Fortbildung für Lehrkräfte der Wiener VHS statt. Ende April wird es auf unserer Website neue Unterrichtsmaterialien zu Genetik und Internetrecherche geben. "I've got potential baby! Stammzellen und…13.03.2024,by Putz
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Call for Application: Peers4Careers 2024
Peers4Careers is back! Applications will be accepted through March 3, 2024 exclusively via a brief video statement. Please email your 2-minute video to This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.. Setting goals is easy, but reaching them is not always straightforward. That's where Peers4Careers (P4C) steps in – a transformative 9-month accountability program designed to empower you on your journey towards success! This program targets young but also experienced researchers, no matter whether you just started…30.01.2024,by Khassidov
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Open Science - News
Gemeinsam mit dem Vienna Open Lab und dem Institut für Molekulare Biotechnologie möchten wir am 22. März 2024 interessierte Schüler:innen wieder zum UniStem Day, dem europaweiten Stammzelltag, einladen! Für das Praxisprogramm sind Anmeldungen noch bis zum 26. Jänner möglich, für den Vortrag auch noch danach. Sollten Sie sich für Gesundheitsthemen interessieren und zur Forschung über Gesundheitskommunikation in Österreich beitragen wollen, können Sie uns unterstützen: Wir suchen Personen ab 16 Jahren, die an einer…22.01.2024,by Putz
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New SZABO-SCANDIC Logo
SZABO-SCANDIC proudly presents a new logo and would like to explain what it represents. The design emphasises our commitment to the life science sector across Europe. It stands for our unified mission to provide top-tier life science products and services as well as driving progress in research and healthcare. The icon, inspired by the DNA helix, embodies the essence of life and innovation. Since 2 years SZABO-SCANDIC is part of Europa…15.11.2023,
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STRATEGIC PARTNERSHIP OF EVOMEDIS GMBH, MEDICAL UNIVERSITY AND COREMED GRAZ
STRATEGIC PARTNERSHIP OF EVOMEDIS GMBH, MEDICAL UNIVERSITY AND COREMED GRAZ Investing in the future of burn medicine: Alliance develops new cell-based therapy in Graz to Foster Wound Healing Innovations EVOMEDIS has pledged an investment of €1.5 million over a span of two years into a collaborative project. The objective of this project is to develop EVOCellic, a ready-to-use wound healing solution for treating burns and chronic wounds that offers…14.11.2023,
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Marketing Business Development Manager, Gut Health
Marketing & Business Development Manager, Gut HealthDSM Austria GmbHDer Beitrag Marketing & Business Development Manager, Gut Health erschien zuerst auf Jobbörse und Netzwerk für Naturwissenschaftler /-innen....15.03.2025,
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Product Manager Eubiotics (Gut Health) – m/f/d
Product Manager Eubiotics (Gut Health) – m/f/dDSM Austria GmbHDer Beitrag Product Manager Eubiotics (Gut Health) – m/f/d erschien zuerst auf Jobbörse und Netzwerk für Naturwissenschaftler /-innen....15.03.2025,
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Praktikum: in vitro Modelle in der Tierernährung (6 Monate, Vollzeit)
Praktikum: in vitro Modelle in der Tierernährung (6 Monate, Vollzeit)DSM Austria GmbHDer Beitrag Praktikum: in vitro Modelle in der Tierernährung (6 Monate, Vollzeit) erschien zuerst auf Jobbörse und Netzwerk für Naturwissenschaftler /-innen....15.03.2025,
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SAP Supply Chain Solution Architect ATTP (f/m/d)
SAP Supply Chain Solution Architect ATTP (f/m/d)Octapharma Pharmazeutika Produktionsges.m.b.H.Der Beitrag SAP Supply Chain Solution Architect ATTP (f/m/d) erschien zuerst auf Jobbörse und Netzwerk für Naturwissenschaftler /-innen....15.03.2025,
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Internship / Master thesis: Bioprocess Development (m/f/d)
Internship / Master thesis: Bioprocess Development (m/f/d)DSM Austria GmbHDer Beitrag Internship / Master thesis: Bioprocess Development (m/f/d) erschien zuerst auf Jobbörse und Netzwerk für Naturwissenschaftler /-innen....15.03.2025,
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Laborassistenz (m/f/d)
Laborassistenz (m/f/d)DSM Austria GmbHDer Beitrag Laborassistenz (m/f/d) erschien zuerst auf Jobbörse und Netzwerk für Naturwissenschaftler /-innen....15.03.2025,
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Marketing Manager Ruminant Global
Marketing Manager Ruminant GlobalDSM Austria GmbHDer Beitrag Marketing Manager Ruminant Global erschien zuerst auf Jobbörse und Netzwerk für Naturwissenschaftler /-innen....15.03.2025,
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Chief Finance Officer (w/m/x)
Chief Finance Officer (w/m/x)SAN GroupDer Beitrag Chief Finance Officer (w/m/x) erschien zuerst auf Jobbörse und Netzwerk für Naturwissenschaftler /-innen....09.03.2025,
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Regional RWE Manager CRM (m/f/d)
Regional RWE Manager CRM (m/f/d)Boehringer Ingelheim RCVDer Beitrag Regional RWE Manager CRM (m/f/d) erschien zuerst auf Jobbörse und Netzwerk für Naturwissenschaftler /-innen....28.02.2025,
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Gerente de Negócios
Gerente de NegóciosSAN GroupDer Beitrag Gerente de Negócios erschien zuerst auf Jobbörse und Netzwerk für Naturwissenschaftler /-innen....28.02.2025,









