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Wir sind ab nun regelmäßig im CHEMIE REPORT mit einer ÖGMBT-Kolumne mit den neuesten Entwicklungen aus der österreichischen Life Science Szene vertreten. Wenn Sie einen interessanten Beitrag dazu leisten wollen, richten Sie Ihre Anfrage bitte an die Geschäftsstelle!

 

 

Leistungsschau der österreichischen Life Sciences

on 11 February, 2019

450 Teilnehmer kamen von 17. bis 20. September zur ÖGMBT Jahrestagung nach Wien. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Gesellschaft war diese heuer mit 21 Sessions besonders breit angelegt.

Die ÖGMBT Jahrestagung 2018 war nicht eine wie jede andere. Die Ge-sellschaft, die unter ihrem Dach Biowissenschaftler aller Disziplinen ver-sammelt, feierte ihr zehnjähriges Beste-hen. „Die Jubiläumskonferenz war etwas ganz Besonderes und wurde gegenüber den vorherigen Tagungen auch um ei-nen Tag verlängert. Dadurch konnten wir ein Programm gestalten, das die öster-reichische Life-Science-Szene sehr schön darstellte“, meint Michael Sauer, Vorsit-zender des Organisationskomitees und ÖGMBT-Zweigstellenleiter Ost. „Die Session Chairs kamen aus ganz Österreich – es wurde auf eine breite geografische und thematische Verteilung Wert gelegt – und von sehr vielen verschiedenen Institutio-nen, um die Vielfältigkeit der österreichi-schen Szene sichtbar zu machen“, sagt Sauer. Mehrere von der Industrie organi-sierte Vortragsstränge unterstrichen die enge Kooperation von Biotech-Unterneh-men und akademischer Forschung. Auch die „Biophysics Austria“ hielt, wie bereits in den vergangenen Jahren, ihr Jahres-treffen im Rahmen der Tagung ab.
Ein Highlight des Programms war der Vortrag von Joshua Rosenthal vom Marine Biological Laboratory in Massachusetts über RNA-Editing in Kopffüßern, die sich durch hohe Intelligenz und Werkzeug-gebrauch auszeichnen. „Rosenthal spe-kulierte über einen Zusammenhang zwi-schen intelligentem Verhalten und dem besonders auffälligen RNA-Editing in die-sen Tieren. Beim RNA-Editing wird die bereits hergestellte mRNA nachträglich verändert, die Sequenz entspricht also nicht derjenigen, die eigentlich im Gen codiert war“, erzählt Sauer. Gleich zwei Vortragsstränge beschäftigten sich mit antimikrobiell wirkenden Verbindungen. „Die Resistenz vieler Keime gegen Antibio-tika ist eine der größten Herausforderun-gen, der sich unsere Gesellschaft stellen muss“, streicht Sauer die hohe Bedeutung der Thematik hervor. Insgesamt lud das wissenschaftliche Komitee 35 internati-onal renommierte Vortragende ein und wählte 86 Short Talks aus allen einge-reichten Abstracts aus.


Publikumsvoting und Geburtstagsparty

Die Kür der besten Vorträge jun-ger Wissenschaftler wurde heuer erstmals per Publikumsvoting am letzten Tag ermittelt. „Vorträge zu vergleichen ist immer schwierig, es gibt ja parallele Sessions, sodass man gar nicht alle Vor-träge hören kann. Mit einer Jury ist das daher schwierig zu lösen“, meint Sauer dazu. Das Publikum machte begeistert mit, es kam zu einem spannenden Ren-nen – mit schlussendlich vier Siegern, da zwei Kandidaten es aequo auf einem Platz lagen. „Sponsor Hermann Katinger von Polymun Scientific hat sich sofort bereit erklärt, auch diesen Preis zu finanzie-ren“, berichtet Sauer. Benjamin Bayer, Noa Wolff, Magdalena Schneider und Dominik Jeschek wurden ausgezeichnet. „Unsere Jahrestagung in Wien hat wieder sehr eindrucksvoll belegt, wie viel Poten-zial von jungen Wissenschaftlern unseres Landes in der ÖGMBT gebündelt wird. Die Vorträge der Preisträger und Teilnehmer sowie die Postersession waren heuer wie-der von besonderer Qualität“, meint der frischgewählte ÖGMBT-Präsident Lukas Huber.
Die wissenschaftlichen Vorträge waren auch in diesem Jahr in ein umfangreiches Rahmenprogramm eingebettet. Die Teil-nehmer konnten Berührungspunkte von Wissenschaft und Kunst kennenlernen, dazu auch eigene Kunstwerke präsentie-ren, an Unternehmensworkshops teilneh-men oder (in Zusammenarbeit mit Life Science Karriere-Service) ihren CV bewer-bungstauglich machen lassen. Die ÖGMBT Young Life Scientists Austria  organisierte eine „Career Session", bei der unterschied-liche Berufsfelder beleuchtet wurden. Und schließlich wurde bei „Wine & Science“ (ausgerichtet von den 35 Ausstellern) und der „10 Jahre ÖGMBT“-Party auch ausgie-big „genetzwerkt“ und gefeiert.

 

Original Kolumne 8/2018