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Wir sind ab nun regelmäßig im CHEMIE REPORT mit einer ÖGMBT-Kolumne mit den neuesten Entwicklungen aus der österreichischen Life Science Szene vertreten. Wenn Sie einen interessanten Beitrag dazu leisten wollen, richten Sie Ihre Anfrage bitte an die Geschäftsstelle!

 

 

Eine wachsende Anzahl von Patenten kommt aus dem Bereich der Biotechnologie. Das europäische Patentamt unterstützt Universitäten beim Aufbau von Know-how. Biotechnologie ist heute zweifellos eine wichtige Innovationsquelle der europäischen Wirtschaft. Jahr für Jahr rangiert dieser Anmeldebereich beim Europäischen Patentamt (EPA) unter den Top 10. Die Anmeldungen reichen von Entwicklungen in der Medizin über industrielle Prozesse bis hin zu enzymatisch verstärkten Waschmitteln. Aber auch Erfindungen neuer Pflanzensorten und solche, in denen Tiere eine Rolle spielen, werden jedes Jahr zum Patent angemeldet. Derartige Patentanmeldungen sind möglich, weil das europäische Patentrecht Patentschutz grundsätzlich für alle Gebiete der Technik in Aussicht stellt. Die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften sind im Europäischen Patentübereinkommen (EPÜ) und der Biopatentrichtlinie der EU verankert.Das EPÜ – ein völkerrechtlicher Vertrag, den mittlerweile 38 Staaten, darunter alle EU-Mitgliedsstaaten, ratifiziert haben – wird inwesentlichen Punkten durch die Biopatentrichtlinie präzisiert. Diese Vorschriften legen nicht nur fest, was patentiert werden kann, sondernsie bestimmen auch die Grenzen des Patentschutzes: So sind beispielweise Erfindungen, deren Verwertung gegen die öffentliche Ordnung oder die guten Sitten verstoßen würden, vom Patentschutz ausgeschlossen. Anhand dieser Regeln entscheiden die Patentprüfer des EPA, ob für eine angemeldete Erfindung – oder zumindest einen Teil von ihr – tatsächlich ein Patent erteilt werden kann. Sie führen…
Das Deutsche Forschungsministerium hat ein Forschungs und Förderkonzept vorgelegt, das den neuen Vorstoß der Systemmedizin auf den Weg bringen will. Dabei sollen die Fortschritte der mathematischen Modellierung für die Klinik genutzt werden.   In den vergangenen Jahren hat der Begriff „Systembiologie“ in den Biowissenschafteneine feste Verankerung gefunden. Meist wird darunter die Verwertung von Daten aus den Hochdurchsatzdisziplinen (Genomik, Proteomik, Transkriptomik, Metabolomik …)verstanden. Etwas breiter wird die Bedeutung, wenn man unter Systembiologie die mathematische Modellierung aller zu einem lebenden System zur Verfügung stehenden quantitativen Größen versteht. In einem iterativen Prozess werden so aus Daten Modelle geschaffen, diese generieren Vorhersagen, die wiederum die Gewinnung neuer Daten stimulieren. Mit dieser breiteren Definition ist nach Ansichtvon Frank Laplace eine gute Grundlage dafür geschaffen, die Ergebnisse dieser für die Biowissenschaften neuartigen Forschungsfronten auch in die medizinische Praxis zu übertragen – ein Vorstoß, für den in jüngster Zeit der Ausdruck „Systemmedizin“ geprägt wurde. Laplace ist Leiter des Referats Lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft in Berlin. Die deutschen Nachbarn haben im vergangenen Jahr ein Forschungsund Förderkonzept, „Maßnahmen zur Etablierung der Systemmedizin“, präsentiert, mit dem die Politik auf die aktuellen Herausforderungen des Gesundheitssystems reagieren will. Laplace: „Die Lebenserwartung der Menschen steigt, dadurch häufen sich aber…
Investor Manfred Reichl im Gespräch   Manfred Reichl hat sich in der Life-Sciences Branche als Investor bei Apeiron und Akron einen Namen gemacht. Im Gespräch schildert erseine Sicht auf die Rolle eines Business Angels.   Es gibt nicht viele Personen in Österreich, die man guten Gewissens als „Business Angel“ bezeichnen könnte. Manfred Reichl ist ohne Zweifel einer davon, und er hat die Spuren seiner Tätigkeit auch in der österreichischen Biotech-Gründerszene hinterlassen. Begonnen hat das Life-Science-Engagement des ehemaligen Geschäftsführers von Roland Berger CEE, als er zufällig in China den IMBA-Chef Josef Penninger kennenlernte, der ihm einige Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten erläuterte und ihm erklärte, dass er in Österreich kein Geld für eine Weiterentwicklung und kommerzielle Verwertung bekomme: Reichl war einer jener österreichischen Privatinvestoren, die den Wissenschaftler kurz nach der Gründung von Apeiron mit Geld, Rat und Tat unterstützten. Die Umstände waren in diesem Fall freilich besondere: „Josef Penninger ist nicht nur in der Wissenschaft ein Zugpferd, sondern auch, wenn es darum geht, Kapital aufzutreiben“, sagt Reichl. Dazu kam die umfangreiche Erfahrung des Führungsteams rund um Hans Loibner, das Netzwerk an Kontakten und nicht zuletzt die nötige Portion Glück. Reichl: „Es war schon ein glücklicher Umstand, dass wir gleich das erste Projekt an…
Weltweit wächst die Fläche, auf denen GMOs angebaut werden, Europa ist dabei aber nur marginal vertreten. Wir haben österreichische Wissenschaftler gefragt, wie sie die weitere Entwicklung einschätzen. Alljährlich veröffentlicht das „International Service for the Application of Agri-Biotech Applications“ (ISAAA) seinen Berichtüber den globalen Status des Anbaus gentechnisch veränderter Feldfrüchte (den sogenannten „ISAAA Brief“). Und alljährlich ist dabeiein weltweites Anwachsen der Anbaufläche zu verzeichnen. Zum ersten Mal haben 2012 die Entwicklungsländer dabei die industrialisiertenStaaten überholt und halten jetzt bei 52 Prozent der 170 Millionen Hektar Gesamtanbaufläche biotechnologischer Nutzpflanzen.Gegenüber 2011 ist dieser Wert um 6 Prozent gewachsen, den stärksten Zuwachs verzeichnete mit 21 Prozent Brasilien. Eindrucksvollist auch, dass sich seit 1996, als gentechnisch verändertes Saatgut zum ersten Mal kommerziell verfügbar wurde, die Anbaufläche, diedamals 1,7 Millionen Hektar betragen hat, verhundertfacht hat. Europa scheint diese Entwicklung allerdings nicht mitzumachen. Nurauf 129.000 Hektar wird in der EU GMO-Saatgut angebaut, 90 Prozent davon in Spanien. Die Deutsche Industrievereinigung Biotechnologiebeklagt in einer Aussendung, dass sich die EU vom weltweiten Trend abkoppelt und „als Volkswirtschaft, die von Intelligenzund Innovationen statt Rohstoffen und Billigfertigung lebt“ dabei einen schweren Fehler macht. Wie sehen das heimische Wissenschaftler?Hermann Bürstmayer, der am IFA-Tulln der Universität für Bodenkultur im Bereich der Pflanzenzüchtung forscht,…