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Wir sind ab nun regelmäßig im CHEMIE REPORT mit einer ÖGMBT-Kolumne mit den neuesten Entwicklungen aus der österreichischen Life Science Szene vertreten. Wenn Sie einen interessanten Beitrag dazu leisten wollen, richten Sie Ihre Anfrage bitte an die Geschäftsstelle!

 

 

Plattform für interdisziplinären Austausch

on 27 March, 2017

Die ÖGMBT ist in diesem Jahr (Mit-)Veranstalter mehrerer Disziplinen-übergreifender Konferenzen und kommt damit ihrer Funktion als Plattform für die biowissenschaftliche Community in besonderer Weise nach.

Die ÖGMBT versammelt ein breites Spektrum wissenschaftlicher Disziplinen unter ihrem Dach. Ein wichtiger Aspekt ihrer Tätigkeit ist es daher, den Austausch und die Kooperation zwischen den Forschern zu ermöglichen. Als Plattformen, die diesem Zweck dienen, eignen sich       wissenschaftliche Konferenzen mit interdisziplinärem Charakter in besonderem Maße, bei denen die ÖGMBT ihre Brückenfunktion zwischen Wissenschaft und der Wirtschaft wahrnimmt Als wichtigster, jährlich wederkehrender Treffpunkt der gesamten Life-Sciences-Szene ist besonders   die ÖGMBT-Tagung hervorzuheben. Die neunte Ausgabe dieses Events findet von 25. bis 27. September 2017 am CCB Innsbruck statt und stellt gleichzeitig das achte Life Science Meeting Innsbruck dar. Wie in jedem Jahr sind die wissenschaftlichen Schwerpunkte der  Jahrestagung in besonderer Weise dem wissenschaftlichen Profil des Austragungsorts angepasst. Einer dieser Schwerpunkte ist beispielsweise die Rolle von Lysosomen, den Abfalls-Recycling- Zentren unserer Zellen und deren Rolle bei der Entstehung von Krankheiten. Unter den Vortragenden zu diesem Themenkreis, der auch an der medizinischen Universität Innsbruck ein wichtiges Forschungsthema ist, werden Maria Mota vom Instituto de Medicina Molecular in Lissabon und Andrea Ballabio (Universität Neapel) sein, die über die Regulation und die Rolle von  Lysosomen bei der Wechselwirkung zwischen Wirtszellen und Parasiten geforscht haben. Auch der Themenkreis „Signalwege und ihre Rolle bei Krebs und Immunität“ trifft sich gut mit den in Innsbruck behandelten Forschungsgebieten. Als Keynote Speaker wird hier unter anderem Florian Greten erwartet, ein deutscher Onkologe, der über die Zusammenhänge zwischen Entzündungsprozessen und Krebs geforscht hat. Weitere Themen sind RNA-Biologie, Stammzellen und Regeneration sowie Strukturbiologie und Biophysik. Das Organisationskomitee wird von  David Teis von der Abteilung für Zellbiologie der Medizinischen Universität Innsbruck geleitet. Im Rahmen der ÖGMBT-Jahrestagung findet auch das zweite Jahrestreffen der Young Life Scientists Austria (YLSA), dem jungen Netzwerk der ÖGMBT, statt.

Biologie als Design-Werkzeug 

Bereits von 7. bis 9. Juni 2017 findet im Schloss Schönbrunn die Konferenz „Designer Biology: From Proteins and Cells to Scaffolds and Materials“ statt. Das Event wird von der European Federation of Biotechnology (EFB), dem österreichischen Kompetenzzentrum ACIB und der   ÖGMBT (die selbst Mitglied bei der EFB ist) organisiert. Die Veranstalter haben sich zum Ziel gesetzt, junge und etablierte Forscher auf den Gebieten Biotechnologie, Synthetische Biologie und Materialwissenschaften zusammenzubringen. Sie besetzen damit ein in den vergangenen  Jahren entstandenes interdisziplinäres Forschungsfeld, das  zwischen den Koordinaten Protein- und Zell-Engineering, Materialien nach biologischem Vorbild und Computational Biology angesiedelt ist. Die Themenblöcke der Konferenz werden sich mit funktionalisierten und bio-inspirierten Materialien, biologischen Steuerungssystemen, Zellfabriken und Designer-Makromolekülen befassen. Unter den eingeladenen Vortragenden, die ihre Teilnahme schon bestätigt haben, sind Stefanie Frank, die am University College London über die industrielle Bewegung von Enzym- Lokalisations-Technologien forscht, und Mustafa  Khammash von der ETH Zürich, der Theorie und Computer-unterstützte Methoden einsetzt, um biologische Netzwerke und Schaltkreise zu verstehen. Fachlicher Leiter der Konferenz ist Georg Gübitz vom BOKU-Department IFA-Tulln.

Mikroben helfen Pflanzen gegen Schädlinge

Nach ihrem ersten erfolgreichen Durchgang im Herbst 2015 geht auch die Konferenz „miCROPe“ von 4. bis 7. Dezember 2017 in die zweite Runde. Der Name ist ein Kunstwort, das aus den Ausdrücken „Microbe“ (Mikroorganismus) und „Crop“ (Nutzpflanze) gebildet wurde und  verdeutlicht, dass es bei diesem  Event um den gezielten Einsatz von Bakterien oder Pilzen im landwirtschaftlichen Kontext geht. So können Mikroorganismen agrarisch bedeutsamen Pflanzen etwa dabei helfen, abiotischem Stress standzuhalten und Schadorganismen zu bekämpfen. Die Erforschung der Mechanismen, die der Wechselwirkung  von Pflanze und Mikroorganismus zu beiderseitigem Nutzen zugrunde liegen, hat in den vergangenen Jahren rasante Fortschritte gemacht und ermöglicht nun ganz neue Anwendungen im agrarischen Bereich. Wie schon beim ersten Durchgang spannt sich der Bogen der Vorträge von der Grundlagenforschung bis zu Ergebnissen der industriellen Entwicklung, die heute schon auf dem Markt zu finden sind. Unter den behandelten Themen werden die Bedeutung von Mikroorganismen für die Entwicklung im ländlichen Raum, die Analyse des Mikrobioms einer Pflanze oder die Entwicklung von Anwendungs- und Formulierungstechnologien für den breiten Einsatz mikrobieller Lösungen sein. Esperanza Martínez-Romero , die an der National  Autonomous University of Mexico zur Genomik symbiontischer Bakterien forscht, und Jürgen Köhl, der sich an der Wageningen University (NL) mit dem Einsatz von Mikroorganismen gegen Pflanzenkrankheiten beschäftigt, sind nur zwei der zahlreichen eingeladenen Referenten. Veranstalter ist das Austrian Institute of Technology (AIT) gemeinsam mit der ÖGMBT: AIT-Forscherin und ÖGMBT-Präsidentin Angela Sessitsch leitet das Organisationskomitee.

Original Kolumne 02/2017