Bielefelder Wissenschaftspreis für den Salzburger Psychologen Josef Perner Josef Perner (geboren 1948) hat mit Untersuchungen in den 1980er Jahren ein neues Forschungsfeld begründet: die Erforschung der Theorie des Geistes. In experimentellen Studien ist es ihm gemeinsam mit seinem Salzburger Kollegen Heinz Wimmer gelungen, mit objektiven Methoden nachzuzeichnen, wie Kinder bereits in frühen Lebensjahren eine „Theorie des Geistes“ entwickeln. Diese Studien haben gezeigt, wie sich schon in früher Kindheit die Vorstellung herausbildet, dass menschliche Individuen geistige Wesen sind, deren Handeln von Gedanken, Gefühlen und Absichten bestimmt wird. Professor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld und Vorsitzender der Jury für den Wissenschaftspreis, begründete die Juryentscheidung: „Mit seinen Forschungen hat Perner das Fundament für eine lebhafte und produktive Theoriedebatte gelegt. Diese Debatte greift klassische philosophische Fragen auf und diskutiert sie im Licht der neuen empirischen Erkenntnisse: Was können wir über die Gedanken, Gefühle und Absichten anderer Menschen wissen? Wie entsteht dieses Wissen?…
Einer interdisziplinären Arbeitsgruppe unter Leitung der Innsbrucker Humangenetik an der Medizinischen Universität Innsbruck gelang die Identifizierung des Gendefekts, der für das Kohlschütter-Tönz-Syndrom (KTS) verantwortlich ist. Die ungewöhnliche genetische Krankheit mit neurologischen Symptomen und einer gestörten Zahnschmelzbildung konnte bisher nur klinisch diagnostiziert werden. Die neuen Erkenntnisse finden internationale Beachtung. (Foto: (c) MUI) Das Kohlschütter-Tönz-Syndrom ist eine seltene genetische Krankheit, die sich klinisch durch das Auftreten einer frühkindlichen Entwicklungsstörung mit Epilepsie in Kombination mit auffallenden Verfärbungen an den Milchzähnen und bleibenden Zähnen aufgrund des Fehlens von Zahnschmelz präsentiert. Seit der Erstbeschreibung des Kohlschütter-Tönz-Syndroms 1974 wurden bis heute 25 Fälle dokumentiert, darunter auch ein Kind aus einer Tiroler Familie. KTS wird autosomal-rezessiv vererbt, d.h. beide Eltern sind Träger der Anlage, die sie an ihr Kind weitergeben ohne selbst klinische Symptome zu entwickeln. Verlauf und Ausprägung des unheilbaren Syndroms sind innerhalb der betroffenen Familien unterschiedlich, wobei zum Zeitpunkt der Geburt meist ein unauffälliger Befund…
 Der Wittgenstein-Preis ist Österreichs höchstdotierter und prestigeträchtigster Wissenschaftspreis, der seit 1996 durch den FWF vergeben wird. Am Dienstag, 12. Juni 2012 wurde der Weltklasse-Forscher Niyazi Serdar Sariciftci, Professor für Physikalische Chemie an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz, von Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle und Wissenschaftsfond-Präsident Christoph Kratky mit dem Wittgenstein-Preis 2012 ausgezeichnet. Prof. Sariciftci wurde damit für seine bahnbrechenden Forschungen im Bereich der organischen Halbleiter geehrt. Die Arbeit des JKU-Forschers wird damit in den kommenden fünf bzw. sechs Jahren mit jeweils bis zu 1,5 Millionen Euro gefördert werden. Auch 2009 hatte mit Prof. Gerhard Widmer vom Institut für Computational Perception ein JKU-Wissenschafter den Wittgenstein-Preis erhalten. Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 15. Juni 2012 um 10:30 Uhr Read more http://life-science.at/career2/index.php?option=com_content&task=view&id=3562&Itemid=210